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Gesundheits-Nachrichten

Gesundheitsnachrichten

02.03.17

Gesundheitsfachberufe halten sich fit

Gesundheitsnachrichten

Massageunterricht an der VPT-Berufsfachschule in Bad Birnbach. Bildquelle: VPT-Berufsfachschule/ Juliane Zitzlsperger

Als Masseur oder Physiotherapeut in eine lebendige Berufswelt eintreten

Bad Birnbach, 08.02.2017 (vpt-bbb) – Wer gerne mit Menschen umgeht und Teamarbeit schätzt, findet in den Gesundheitsfachberufen ein passendes Arbeitsumfeld.

Das gilt besonders für Physiotherapeuten und Masseure. Hier entsteht derzeit durch neues akademisches Wissen ein spannender Austausch zwischen Praktikern in der Therapie und Forschern. Da macht es Sinn, schon in der Ausbildung auf diesen Austausch vorzubereiten. „Wir machen unsere Schüler bereits im ersten Ausbildungsjahr mit der wissenschaftlichen Arbeit vertraut“, erklärt Hans Peter Schötz, Schulleiter der VPT-Berufsfachschule in Bad Birnbach. Daraus entsteht ein zusätzlicher Vorteil: Auch ein angehender Masseur mit Mittelschulabschluss kann so leichter noch ein Studium für sich in Betracht ziehen. Solche Aufstiegsmöglichkeiten werden von Schulabgängern durchaus wahrgenommen. So ist zum Beispiel in Bad Birnbach der Anteil der Massageschüler von vier Prozent in 2012 auf inzwischen 16 Prozent angestiegen. Unter diesen Schülern sind alle Schulabschlüsse vertreten.

Wird jetzt alles akademisch? Keineswegs, das Ziel heißt Evidenz. Das bedeutet, der Wirksamkeitsnachweis in der Therapie, die sogenannte empirische Evidenz, hat ebenso ihr Gewicht wie bedeutsame Forschungsergebnisse, die experimentelle Evidenz. Worauf es ankommt, ist der gelungene Austausch. Dies ganz besonders, da für das beste therapeutische Vorgehen schon jetzt und in Zukunft noch mehr die Stimmen mehrerer Fachrichtungen Eingang finden sollen. Vor dieser Herausforderung stehen alle Beteiligte im Gesundheitswesen.

Viele Entwicklungen sind möglich

Ob man sich nun für die Ausbildung zum Physiotherapeuten oder Masseur und Medizinischen Bademeister interessiert, in beiden Fällen wird wichtig, welches Fachgebiet oder welche fachliche Fragen für den Einzelnen mit der Zeit persönlich am spannendsten werden. Das bringen der Unterricht und persönlich abgestimmte Ausbildungspraktika in ausgewählten Einrichtungen, sei es Klinik, Rehaeinrichtung oder Physiopraxis, ans Licht.

Danach gibt es interessante Optionen, den eigenen Weg weiter zu gestalten. So kann, wer seinen Abschluss als staatlich geprüfter Masseur hat, in einer verkürzten Weiterbildung zügig zum Physiotherapeuten werden. Von diesem Sprungbrett aus lässt sich auch der Studiengang Physiotherapie ansteuern. Doch auf Dauer wichtig werden alle Absolventen sein. Das Gewicht ihres fachlichen Könnens wird schon jetzt von vielen Studien untermauert.

Links:

Quelle: VPT-Berufsfachschule GmbH (PresseAnzeiger), 08.02.2017

28.02.17

Europäischer Tag der Logopädie am 6. März 2017

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Logopädische Schluckdiagnostik – obs / Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. / Jan Tepass

Schlucken – lebenswichtig und nicht immer selbstverständlich

Frechen (ots) – Essen und Trinken sind ein elementarer Teil unseres Lebens. Schlucken ist hierfür unerlässlich. Dabei handelt es sich um einen angeborenen Reflex, der täglich bis zu 2000 Mal automatisch abläuft. 50 Muskelpaare und 6 Hirnnerven sind an diesem komplexen Vorgang beteiligt. Dass der Schluckakt ohne Probleme gelingt, ist nicht immer selbstverständlich. Dies gilt vor allem für ältere Menschen.

Wenn das Schlucken Probleme bereitet, kann eine Schluckstörung vorliegen, die logopädisch behandelt werden muss. Welche Maßnahmen bzw. Übungen die Probleme lösen können, welche Behandlungsmethoden zur Wiedererlangung der Schluckfähigkeit und zur Kompensation sowie zum Ausgleich von verlorenen oder verminderten Fähigkeiten des jeweiligen Patienten eingesetzt werden können, muss individuell entschieden werden. Das Ziel der logopädischen Schlucktherapie ist der bestmögliche Erhalt einer sicheren und genussvollen Nahrungsaufnahme.

Info-Hotline

Anlässlich des Europäischen Tages der Logopädie 2017 beantworten ausgewiesene logopädische Schluckexperten Fragen rund um das Thema Schlucken und Schluckstörungen. Die Info-Hotline ist am 6. März 2017 von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr besetzt. Die Rufnummer lautet 01805 – 353532. (14 Cent/Minute aus dem Festnetz, max. 42 Cent/Minute aus den Mobilfunknetzen)

Logopädensuche

Eine Liste aller Logopädinnen und Logopäden im Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) mit den entsprechenden Qualifikationen finden Interessierte unter www.dbl-ev.de >Logopädensuche. Auf der dbl-Website sind zudem weiterführende Informationen zum Thema Schluckstörungen unentgeltlich verfügbar.

Kostenloser Infofolder für Patienten

Was sind Anzeichen einer Schluckstörung? Welche Ursachen können ihr zugrunde liegen? Welche Folgen können auftreten? Wie können sie behandelt werden? Welche Methoden der logopädischen Schlucktherapie gibt es? Worauf sollte ich im Alltag achten, wenn ich von einer Schluckstörung betroffen bin? Antworten auf diese Fragen gibt der neue Patientenfolder, der beim dbl bestellt oder als pdf kostenlos von der dbl-Website heruntergeladen werden kann (www.dbl-ev.de >Service >EuTdL 2017)

Hintergrund

Der Europäische Tag der Logopädie wird jedes Jahr am 6. März begangen. In Deutschland ist er auch im „Jahresplaner Gesundheitstage“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gelistet. Inhaltlich geht es in diesem Jahr um das Thema Schlucken.

Ins Leben gerufen hat ihn der Europäische Dachverband der Nationalen Logopädenverbände, das Comité Permanent de Liaison des Orthophonistes-Logopèdes de l’Union Européenne (CPLOL). Dem CPLOL gehören 35 Verbände aus 32 europäischen Ländern an. Einziges deutsches Mitglied ist der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl), in dem freiberufliche und angestellte Logopäden organisiert sind.

Links:

Quelle: Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (news aktuell), 21.02.2017

23.02.17

Fit und agil durch den Skiurlaub

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Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

So beugen Sie Verletzungen und Stürzen vor

Sobald die Temperaturen fallen, die Skigebiete frischen Neuschnee vermelden und die Lifte anlaufen, schlüpfen Jung und Alt in die Skischuhe. Für viele ist der Winterurlaub das Highlight des Jahres. Damit die Pistengaudi jedoch nicht frühzeitig endet, ist Vorsicht und nach Möglichkeit auch Vorsorge geboten. Wer schon frühzeitig den inneren Schweinehund überwindet, kann Verletzungen und Stürzen vorbeugen.

Knieverletzungen zählen mit über 40 Prozent zu den häufigsten Verletzungen von Skifahrern. Gerade ungeübte Fahrer überschätzen oft ihre Fähigkeiten und sind besonders anfällig für Verletzungen. Ein typisches Beispiel sind mehrere Bänderrisse im Knie: Bleibt der Ski samt Skischuh im Schnee stecken und verdreht sich im Sturz der Oberkörper, können ein oder mehrere Bänder im Kniegelenk beschädigt werden. Die Folge ist eine monatelange Rehabilitationsphase. Die Sturzursache steht oft in direktem Zusammenhang mit konditionellen Schwächen. Für Sportmuffel ist die Sturzgefahr auf der Piste also besonders groß.

Körperliche Fitness ist die beste Prophylaxe

Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK), rät daher zu rechtzeitiger Prophylaxe: „Beginnen Sie nach Möglichkeit etwa sechs Wochen vor dem Skiurlaub, Ihre Muskeln für die Belastung auf der Piste zu stärken. So beugen Sie nicht nur Muskelkater, sondern auch Stürzen und Verletzungen vor. Als Ausdauertraining sind Radfahren oder joggen zwei- bis dreimal wöchentlich für ca. 30 Minuten empfehlenswert. Eine gute Übung, um sowohl die Bein- und Rumpfmuskulatur zu kräftigen als auch die Koordination und Gleichgewichtsfähigkeit zu fördern, sind regelmäßige Kniebeugen – am besten auf einer instabilen Unterlage.“

Weniger Risiko mit Physiotherapie

Zieht man sich im Skiurlaub dennoch eine Knieverletzung zu, sollten sich Patienten nicht zu schnell zu einer Operation verleiten lassen. Laut aktueller Forschungsergebnisse bringt die Behandlung von Kreuzbandverletzungen mit Physiotherapie gleich gute Resultate wie eine Operation – jedoch mit wesentlich kleinerem Risiko und weniger Nebenwirkungen. „Durch einen operativen Eingriff wird das Gelenk zunächst ruhig gestellt, sodass Muskulatur und Durchblutung abnehmen. Damit verzögert sich auch die Wundheilung. Physiotherapie kann dieser Problematik effektiv entgegenwirken und eine beschleunigte Rückführung in den Alltag ermöglichen“, erklärt die Physiotherapeutin Ute Repschläger.

Bewegung und Muskelstärkung ist also in jeglicher Hinsicht die beste Methode, um sich noch oft auf den Skiurlaub freuen zu können.

Links:

Quelle: Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V., 31.01.2017